Allersdorf

Allersdorf Luftaufnahme

Allersdorf

Allersdorf wurde urkundlich erstmals 1370 als Albrechtisdorf erwähnt und liegt in einer Höhe von etwa 600 m am Rande des Hasenberges im südlichen Ilm-Kreis.

1974 wurde Allersdorf in Herschdorf eingemeindet.

Seit dem 01.01.2019 gehört es als Ortsteil zur Landgemeinde Stadt Großbreitenbach.

Allersdorf war in der Vergangenheit eine Zeit lang vom Flachsanbau und der Leineweberei geprägt. Das Fuhrmannsgewerbe sowie der Olitätenhandel einschließlich der Olitätenherstellung waren auch in Allersdorf präsent. Mit der Gründung der Fa. „ASTA“ durch Artur Steinmann Anfang der dreißiger Jahre des 20. Jahrhundert bekam Allersdorf eine Gasleitung und ein kleines Stück Industrie.

Es wurden vorwiegend Quarzlampen und Wärmelampen für medizinische Zwecke hergestellt. Nach dem Tod von Herrn Steinmann wurde aus der Quarzlampenfabrik immer mehr eine Puppenfabrik, die zunächst von seiner Tochter geleitet wurde und bis zur Wende bestand.

Nach der LPG-Gründung im Jahr 1960 entstand am Finkenberg eine Bungalowsiedlung, die heute noch ganzjährig Übernachtungsmöglichkeiten bietet.

Durch sie und das zum Ort gehörende Ferienheim Bad Finkenmühle kamen jährlich zahlreiche Urlauber nach Allersdorf.

Allersdorf Foto Heike Bluhm

Im Zentrum des Ortes steht das ehemalige Schulgebäude mit einem Türmchen mit Glocke und Turmuhr. Das Gebäude wurde bis 2019 als Gaststätte genutzt und steht nun für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung. Angrenzend befindet sich der über 100 Jahre alte Tanzsaal.

Kulturelle Höhepunkte im Jahr sind: das Frühlingsfest der Feuerwehr, das Maibaunsetzten, das tratitionelle Fußballturnier und das Aufstellen des Weihnachtsbaumes. Ein besonderer Höhepunkt ist der nun schon der legendäre Weihnachtsmarkt.

Die Allersdorfer Flur erstreckt sich rings um den 631 m hohen Hasenberg und wird im Wesentlichen begrenzt durch das Finkenbachtal, einen Teil des oberen Schwarzatals und das Junkerbachtal.

 

Durch die Allersdorfer Flur führen mehrere Wanderwege. Von diesen und vom Gipfel des Hasenberges aus hat man phantastische Aussichten auf die umliegenden Orte, Berge und Aussichtspunkte. Erwähnt seien der Lange Berg, die Barigauer Höhe, der Fröbelturm, die Meuselbacher Kuppe, der Wurzelberg und die Haube.

Andere Wanderwege führen durch die idyllische Ruhe der Wälder.

Besonders zu erwähnen ist der Weg in östlicher Richtung. Er verläuft nach dem Ort zunächst auf der Höhe parallel zu Finkenbachtal, bis er dann im Wald rechts abbiegt und zum Schwarzatal an die Mündung der Junkerbaches führt.

Ein weiterer Weg führt in die nahe gelegene Ölschröte. Von dort gibt es viele Möglichkeiten des Weiterwanderns. Sehr romantisch ist der Weg durch das Junkerbachtal ins Schwarzatal.

Der interessierte Besucher kann sich nicht nur zu den Festtagen der 650-Jahr-Feier vom 10.07. bis 12.07.2020 von der Idylle in und um Allersdorf überzeugen.

Ausblick ins Schwarzatal Foto Heike Bluhm

Noch einige Informationen zum ehemaligen Bad Finkenmühle

 

Das Sanatorium „Finkenmühle“ wurde 1899 von dem aus Wertheim stammenden Arzt Dr. Wilhelm Hotz auf dem Gelände einer Mahlmühle und eines Wirtshauses gegründet. Hauptsächliche Heilmethoden waren die Freikörperkultur und die gesunde Ernährung. Der Bund deutscher Tabaksgegner wurde hier gegründet.

 

Es entstand das 1. Fkk-Bad Deutschlands. In einem eigenen Verlag wurden Kochbücher und Monatszeitschriften zur gesunden Ernährung gedruckt und der 1. Deutsche Vegetarier-Kalender ist hier herausgegeben worden. Im nahegelegenen mellenbach konnten sich einige Gewerbe neu ansiedeln. Der Apothekenbau z.B. ist heute noch vor Ort.

Mit Beginn des 1.Weltkriegeswurde der aufstrebende Kurbetrieb gestoppt. Die Finkenmühle wurde unter unterschiedlichen Besitzern bis zur Wende weiterbetrieben. Dann setzte der Verfall der Bebauung ein, der letztlich zum Abriss im Jahr 2014 führte.

Bad Finkenmühle um 1910

 

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Allersdorf aus der Ferne